Die Nacht zum Tag

Dass ein Kind sich nicht positiv auf mein Schlafverhalten ausdrücken würde, wusste ich schon voher, dass Momo ein viel Schläfer im Säuglingsalter war erfreute mich daher sehr und dass er sehr früh durchgeschlafen hat natürlich auch. Man kann also mit ruhigem Gewissen sagen, dass wir sehr verwöhnt sind. Um so mehr nerven mich deshalb Nächte in denen er die Nacht zum Tag macht, denn, ja, auch solche erleben wir.

Ab und an kommt es einfach mal vor, dass der gnädige Herr mitten in der Nacht, vorzugsweise um eine Uhrzeit zu der wir ins Bett gehen wollen, ausgeschlafen hat. Meist springt er dann in seinem Bett herum, lacht und erzählt, ruft auch mal nach dem Hund oder uns, aber ganz ganz selten weint er dabei. Er feiert einfach seine eigene Party, bis er irgendwann wieder einschläft, was aber auch mal  2 Stunden dauern kann. Das alles ist auch nicht unbedingt ein Problem, das Problem ist das Moritz ein Durchgangszimmer hat und wir da durch müssen um ins Schlafzimmer zu gelangen. Das wir dann durch sein Zimmer müssen versteht er als Aufforderung mit uns zu kaspern und zu erzählen, ein “nein” wird in sehr selten akzeptiert. So hat sein Papa auch nicht schlecht gestaunt, als Momo letzte Nacht bei ihm am Bett stand, ihm auf die Schulter haute und “Hao Papa” rief.

Aber auch ich war sehr überrascht als ich 1:30 Uhr dachte, er ist endlich wieder eingeschalfen und ich kann nun auch schlafen gehen. Das ich mich irrte, merkte ich  als ich im Dunkeln gegen einen Stuhl stieß, für einen klitze kleinen Moment dachte ich noch “Ach das war nicht laut, das hat er nicht gehört.”, doch da kam mir schon ein fröhliches “huch” entgegen. Nach etwa 2 Minuten im Bett  stand er dann auf meiner Seite und freute sich, dass er mich gefunden hatte. Ein deutlicher Nachteil daran, dass wir ein paar Gitterstäbe aus seinem Bett entfernt haben. So brachte ich ihn wieder in sein Bett und dieses mal blieb er auch dort.

Die Auswirkungen für so eine Nacht, spüren wir dann immer den ganzen Tag, mein immer fröhliches und freundliches Kind mutiert dann regelmäßig zu einem mürrischen, schlecht gelaunten, bockigen, weinerlichen Meckerzwerg, der mir nicht vom Rockzipfel weicht und ich bin froh, wenn wir solche Tage hinter uns bringen, er im Bett ist und schläft…und diesmal hoffentlich wieder durch…

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